Projekt „Buschmangos & Kakao“

5. Oktober 2016

Gorillaschutz geht nur mit Hilfe der lokalen Bevölkerung!
Rund 16.000 Menschen leben in den Schlüsselgebieten nahe dem Cross-River-Gorilla. Es geht darum, diese Menschen für das Überleben der Gorillas zu gewinnen. Doch warum den Tieren helfen, wenn man selbst am Hungertuch nagt?
Die GIZ versucht in der Region wirtschaftliche Anreize zu setzen, um die Armut zu beseitigen. Mit unserem Projekt „Buschmangos & Kakao“ möchten wir sie dabei unterstützen. Ergänzend zum Schulprojekt wollen wir so auch die erwachsenden Bewohner in den Gorillagebieten erreichen.
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Die Busch Mango wird traditionell in der Region angebaut. Ihre Samen werden zu nahrhaften Speisen verarbeitet und spenden Ausdauer und Kraft. Sie enthalten 6 von 8 für den Menschen wichtigen Aminosäuren. Die Dorfbewohner verkaufen sie nach Nigeria und sind auf der Suche nach neuen Märkten (Bild).
Der Häuptling von Kaijfu II setzt auf Busch Mangos, um Gorillas zu schützen!
Gemeinsam mit ihm hoffen auch wir durch eine Förderung der Beschäftigung in der Landwirtschaft, das Interesse der Bevölkerung an der Jagd zu bremsen. Wenn die Dorfbewohner mit dem Ausbau von Mangobäumen oder dem Verkauf von Kakaobohnen erfolgreich sind, werden sie vermutlich weniger oft die Wälder der Gorillas aufsuchen. Fehlende Einnahmen aus der Jagd können so über einen Fair-Trade-Verkauf von Mangos kompensiert werden.
Eine Win-Win-Situation für Mensch und Tier.
Auch Gorillas mögen Mangos…
Mit dem Respekt der Dorfbewohner hoffen wir jedoch, das sich die Gorillas ungestört um die Siedlungen bewegen können und so anderen Gruppen treffen, um sich zu vermehren. Der Mensch hat durch einen besseren Marktzugang eine Chance der Armut zu entgehen. Eine Vorgehensweise, die in Äthiopien bereits erfolgreich zum Schutz der Regenwälder beigetragen hat.
Um den Handel mit den Früchten nachhaltig zu gestalten, will die AWP den Anbau weiterer Bäume fördern. Die Gemeinden sollen faire Handelspreise erhalten, jedoch auch hohe Qualitätsstandards erfüllen.
Helfen Sie den Gorillas, indem Sie Landwirte aus der Cross-River-Region in Kamerun unterstützen!

Ziel: Aufbau eines Fair-Trade-Handels in drei Dörfern in Schlüsselgebieten in Kamerun. Bekämpfung der Armut und Schutz des Cross-River-Gorillas. Unterstützung des internationalen Cross-River-Aktionsplan. Pflanzung von Mangobäumen und Aufbau von Produktionsanlagen zur Verarbeitung.
Budget: Für die Umsetzung benötigt die AWP noch min. 30.000 Euro.
Start: Das Projekt beginnt, sobald die Finanzierung steht und endet sobald die Handelsverträge über die Ernte von allen Parteien erstmals erfolgreich eingehalten wurden.
Deadline Evaluation: Juni 2017