Ausstellung Donauprojekt

20. August 2017

Die Donau, auch der Amazonas Europas genannt, ist mit einer Gesamtlänge von 2.857km der zweitlängste Fluss Europas. Er fließt durch 10 Länder und ist eine der bedeutendsten Handelsrouten sowie die Heimat vieler verschiedener Kulturen.
Während Ihres Verlaufs von Donaueschingen bis ins Donaudelta passiert die Donau vielfältige Landschaften und Klimazonen. Die sensiblen Lebensräume unzähliger Pflanzen- und Tierarten sind wegen schwerer menschlicher Eingriffe zunehmend in Gefahr, weshalb viel Arten vom Aussterben bedroht sind.

Die Malerin Ana Tudor aus der Vojvodina in Serbien hat die einzigartige Landschaft und Vielfalt der Donau auf Leinwand festgehalten. Auf einem Kilometer Leinwand, dem längsten Donaubild der Welt.

Vor 3 Jahren hat Ana begonnen, Meter für Meter zu malen, hatte aber nicht genügend Leinwand und Farben, um das Bild fertigzustellen. Durch private Spenden der Mitglieder der AWP konnten 600 Meter Leinwand und die noch benötigten Farben finanziert werden. Im Frühjahr 2017 war sie dann fertig – 1000 Meter bunte, verspielte und unverwechselbare Meter einzigartiger Naturlandschaften der Donau. Es dauert eine halbe Stunde, den Flussverlauf mit all seinen durchquerten Ländern und Städten abzulaufen.

Die auf dem Bild gezeigte Umwelt mit all ihren Facetten, mahnt zum Erhalt und zum Schutz der Natur, der kostbaren Pflanzen- und Tiervielfalt, von Flora und Fauna, der Lebensader Donau. Um noch stärker auf die akute Bedrohung der Umwelt hinzuweisen, half die AWP in Kooperation mit dem WWF Serbien dabei, Informationen und Bilder der bedrohten Tier- und Pflanzenarten zusammenzutragen. Ana malte diese daraufhin an den entsprechenden Stellen in das Bild. Durch die prominente Darstellung werden die Pflanzen und Tiere besonders hervorgehoben und fallen dem Betrachter direkt ins Auge.

Im Juli 2017 haben wir uns nach Serbien begeben, um das Bild auszustellen. Begleitet wurden wir von freiwilligen Unterstützern, die uns helfen das unendlich lange Bild in drei Orten der Vojvodina, einer multiethnischen Donauregion Serbiens, aufzuhängen. Zahlreiche Besucher sind gekommen, um das Rekordbild zu sehen und das bunte Rahmenprogramm zu genießen.

Um die Menschen vor Ort noch besser über die Bedeutung der Donau, über die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und über deren Bedrohung durch den Menschen aufzuklären, haben wir Flyer und Plakate angefertigt. Diese haben wir über und neben dem Bild aufgehängt und sie an die neugierigen Besucher verteilt. So sind wir dann auch schnell ins Gespräch gekommen und konnten erörtern, was falsch läuft und was jeder Einzelne zum Schutz der Donau tun kann.

Mehrere Radio- und TV-Stationen waren vor Ort, um über unser Projekt zu berichten. Sie haben Interviews mit der Malerin und uns geführt und unser Anliegen so in die Welt getargen. Ein Fernsehteam kam sogar eigens aus Ungarn angereist und fragte uns, wann wir das Bild denn in ihrer Heimatstadt Budapest ausstellen. Noch am selben Abend wurden die ersten Beiträge in den Nachrichten gesendet.

Nachdem wir das Bild an einem berühmten Kurort aufgehängt haben und die Sonne es im schönsten Licht erscheinen ließ, sprachen wir über Möglichkeiten, das Bild einer noch größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gerne möchten wir es in einer Wanderausstellung entlang der Donau auch nach Deutschland, Österreich, Ungarn und weitere Länder bringen. Die praktischen Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt und das rundum positive Feedback ermutigen uns dabei zusätzlich.